Was unterscheidet "Sveta und der Junge aus dem Wald" vom "Haus Komarow"?



Zwar ist die Geschichte letztlich länger geworden als anfangs geplant, nämlich ca. 74.000 Wörter (das entspricht etwa 60% der Länge des "Hauses Komarow"), aber wir definieren das Ganze trotzdem als "Kurzroman", was vor allem zwei Konsequenzen hat: Die Handlung spielt sich dieses Mal nur an einem einzelnen Ort ab, nämlich in Dunkeltann, und es gibt einen deutlich kleineren Kreis an Protagonisten. Nur vierzehn Charaktere werden namentlich benannt, es muss also niemand befürchten, man könne bei den russischen Namen den Überblick verlieren. Da unter den Reaktionen auf das "Haus Komarow" ab und zu erwähnt wurde, dass die russischen Namen Probleme bereiteten, haben wir uns bewusst für Namen entschieden, die auch für das "deutsche Ohr" keine Probleme bereiten sollten. Zwei alte Bekannte aus dem "Haus Komarow" werden den damaligen Lesern wieder über den Weg laufen, zudem eine weitere Figur, die den Testlesern des Nachfolgebuchs vom "Haus Komarow" bekannt vorkommen wird.

Zudem war beim "Haus Komarow" angemerkt worden, dass die damalige Hauptfigur Anatol als zu kühl und dem Leser gegenüber zu distanziert rüberkam. Eigentlich hatte ich ihn bewusst nicht stärker ausgearbeitet als die anderen Hauptfiguren, da ich das Buch eher als "Ensemble-Roman" betrachtet habe als ein Buch, das sich um eine einzelne "Heldenfigur" dreht, aber das ist eben Interpretationssache. Das neue Buch wurde viel deutlicher auf eine Person zentriert geschrieben, nämlich auf die titelgebende Sveta, und ich denke, dieses Mal wird es keine Beschwerde geben, dass der Figur nicht genügend Kontur gegeben wurde.
 

Geschrieben am 09.08.2015 22:10:00

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