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Das Haus Komarow



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Anatol Komarow
Das jüngere Kind von Evelina und Jewgraf Komarow galt über viele Jahre als der »goldene Sohn« des Hauses. Während sich sein älterer Bruder dem Müßiggang hingab, beschäftigte er sich tagein, tagaus mit Möglichkeiten, die Geschäfte seiner Familie in erfolgreiche Bahnen zu lenken. Vor allem in den Werkstätten des Clans konnte man ihn häufig antreffen, da er dort mit den Ingenieuren an Verbesserungen der schweren Transportmaschinen tüftelte. Es galt als gesichert, dass er die Führung der Komarows übernehmen würde, sobald sein Vater von dieser Position zurücktreten würde.
   Nach dem überraschenden Tod von Jewgraf Komarow kam jedoch alles anders, denn man unterstellte ihm, er hätte seinen Vater vergiftet. Da zwei Zeugen diesen Verdacht bekräftigten, blieb ihm nichts anderes übrig, als in einer Nacht- und Nebelaktion aus Berlin zu flüchten. Seine Flucht wirkte wie ein Eingeständnis, und so wurde aus dem Hoffnungsträger ein Gejagter, der sich in einem kleinen Ort in Thüringen verstecken musste.

 
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Taras Komarow
Obwohl er vier Jahre älter als sein ungleicher Bruder Anatol war, wurde Taras Komarow niemals als ein zukünftiger Anführer seines Clans angesehen. Die Geschäfte seiner Verwandten schienen ihn wenig zu kümmern. Weder beteiligte er sich intensiv am organisatorischen Teil ihrer Arbeit, noch half er bei ihren Technikern und der Führung ihres Militärs mit. Stattdessen nutzte er seine Zeit für eigene Interessen. Er genoss das Leben, beäugte den Zuspruch für seinen Bruder mit Skepsis und reagierte mürrisch, wenn er selbst mit anpacken musste. Als er seine zukünftige Frau Dina kennenlernte, hegte seine Familie die Hoffnung, sie könne ihn zum Besseren erziehen, doch auch nach ihrer Hochzeit änderte sich nicht viel.
   Als Jewgraf Komarow ermordet wurde und das Haus Komarow in eine Krise zu rutschen drohte, war Taras dennoch zur Stelle. Er ließ eigene Untersuchungen zum Anschlag auf seinen Vater anstellen und riss anschließend das Ruder an sich. Fortan führte er sowohl den Clan als auch das deutsche Gebiet mit harter Hand. Dabei umgab den neuen starken Mann im Hause Komarow mehr als nur ein finsteres Geheimnis ...

 
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Timur Kirsipuu
Die Familie von Timur Kirsipuu stammte ursprünglich aus dem Baltikum. Nach der Eroberung Deutschlands durch das russisch-europäische Zarenreich versuchten die Kirsipuus ihr Glück in Mitteleuropa. Die männlichen Familienmitglieder ließen sich als Söldner von den gerade herrschenden Versorgerclans anwerben. Alsbald eilte ihnen ihr Ruf voraus: Die Kirsipuus stellten Befehle nicht in Frage. Egal, wie schmutzig ein Auftrag auch war, sie führten ihn ohne Gegenrede aus. Da dies bei den herrschenden Clans gut ankam, rückten einige von ihnen rasch in die Position von Ortsvorstehern und Statthaltern auf.
   Timur Kirsipuus Vater war zu besonders großem Ansehen gekommen und durfte für die Versorgerclans größere Städte befehligen. Für Timur war dies Last und Ansporn zugleich − er wollte ebenfalls ihre Gunst. Noch war der junge Mann mit der markanten Hakennase nicht viel mehr als ein kleiner Söldner, doch um die Karriereleiter zu erklimmen, war ihm jedes Mittel recht ...

 
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Diesel
Als sich Anatol Komarow gemeinsam mit einer Abordnung seines Hauses im Süden des deutschen Gebietes befunden hatte, um Produktionsanlagen zu inspizieren, war es zu einem Zwischenfall gekommen. Ein schwarzer Junghund, der die ganze Zeit über das Gelände gestreunt war, hatte eine Treibstoffkapsel unbrauchbar gemacht, als er das schimmernde Objekt geschnappt und im Erdboden verscharrt hatte. Als ihm das Wachpersonal zur Strafe an den Kragen gehen wollte, war Anatol Komarow höchstpersönlich eingeschritten. Da alle Versuche erfolglos blieben, den Besitzer des Tieres zu finden, hatte er ihn anschließend in seine Obhut genommen. Den tatsächlichen Namen des jungen Hundes erfuhr Anatol niemals, stattdessen benannte ihn der leidenschaftliche Tüftler nach einem seiner historischen Vorbilder. In der Folge wich »Diesel« seinem neuen Herrchen nicht mehr von der Seite. Auch fast zehn Jahre später begleitete er ihn weiter auf Schritt und Tritt, und so war es kein Wunder, dass er mit ihm aus Berlin flüchtete. Inzwischen war aus Diesel ein alter Hund geworden, doch intensive Geruchsspuren, durch den Wald laufende Zwischenmahlzeiten und attraktive Hündinnen hielten ihn nach wie vor auf Trab.

 
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Die Zeichnungen der vier Charaktere wurden von Bildmagier David M. Malambré entworfen. Seine Webseite finden Sie hier.